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Armrehabilitation
Update Neurorehabilitation – Was gibt’s Neues in der Therapie bei Armparese nach Schlaganfall ?
Für ergo- und physiotherapeutische Verfahren wird zunehmend gefordert, dass sie evidenzbasiert sind und die Wirksamkeit der eingesetzten Maßnahmen durch wissenschaftliche Studien überprüft und belegt ist. Auf Grund vorliegender Wirksamkeitsstudien und unter Berücksichtigung der Erkenntnisse zum motorischen Lernen haben sich viele moderne Konzeptionen entwickelt. Rehabilitation zentralmotorischer Beeinträchtigungen wird darin als motorischer Lernprozess betrachtet und die Erkenntnisse über motorisches Lernen sind entsprechend berück-sichtigt. Diese Fortbildung zeigt den Teilnehmern in einen umfassenden Überblick deutlich, dass es in der Be-handlung der Armlähmung nach Schlaganfall viele neue, wirksame und praktikable Therapieverfahren gibt. Diese haben sowohl als Einzelverfahren als auch parallel oder sich gegenseitig ergänzend eine hohe klinische Berechtigung im stationären wie auch ambulanten Bereich. Darauf basierend können die Teilnehmer Entscheidungshilfen über die klinische Versorgung ihrer Patienten und ihre eigenen therapeutischen Interventionen und Strukturen ableiten.  Das Seminar vermittelt ebenso Assessmentverfahren, um den jeweiligen Stand der funktionellen Fähigkeiten mit standardisierten klinischen Bewertungsmethoden zu erfassen. Die Klassifikations-ebenen der »Internationalen Klassifikation der Funktions-fähigkeit und Behinderung« (ICF) der WHO mit Funktionen und Strukturen des menschlichen Organismus sowie Aktivitäten und Teilhabe dienen dabei als Maßgabe. Aus einem großen Pool  international zur Verfügung stehender Assessments wurden dabei einige sehr gut anwendbare Testverfahren ausgewählt. Folgende moderne Therapieverfahren und Assessments werden im Überblick inhaltlich dargestellt und größtenteils mit Patienten- und Anwendungsbeispielen in Film und Bild unterlegt:
  • Assessments (ICF - Ebene Körperstrukturen und – funktionen, Aktivitätsebene):
  • Ashwort – und Tardieu Skala (Tonus/Spastik), Berg – Balance Scale (Gleichgewicht), Jebsen Taylor Handfunktionstest, Wolf Motor Function Test (WMFT) und Modifizierungen, Nine hole peg Test (NHPT), Action Research Arm Test (ARAT), Box and Block Test (BBT)
  • Assessments Kraftdosierung, Kraft, Tonuskontrolle und aktive Gelenkbewegung mit Verlaufsdiagrammen in der computergestützten Rehabilitation
  • Therapieverfahren:
  • repetitives Üben einzelner selektiver Bewegungen
  • Repetitives Handfunktionstraining
  • Bilaterales Training
  • Aufgaben - orientiertes Training
  • Zirkeltraining, Gerätegestütztes Armzirkeltraining (GAT) mit Alltagstransfer
  • Constraint - Induced Movement Therapy (CIMT) und modifizierte CIMT (mCIMT) mit Workshop bei Restriktion mit CIMT – Bandage® nach Hartwig/Traub
  • Spiegeltherapie in der Neurorehabilitation
  • Mentales Training, Bewegungsbeobachtung, Videotherapie
  • Videotherapie/ Bewegungsbeobachtung mit DVD - Beispielen
  • Hand – und Armfunktionstraining für Plegie und Paresen mit adaptierter Wii
  • Computergestützte Armrehabilitation inklusive Assessment und Therapiedokumentation (Hand- und Fingertrainer AMADEO) – Live Workshop
  • Live – Workshop: PABLO, PABLO – Multiboard, PABLO – Ball (Computergestützte Armrehabilitation inklusive Assessment und Therapiedokumentation)
  • Zirkeltraining, Gerätegestütztes Armzirkeltraining (GAT) mit Alltagstra
  • MOBILAS – Mobiles Lagerungs- und Therapiesystem,(optional Adaption mit der Wii)
  • Funktionelle Elektrostimulation
  • NEURO – LUX: signifikante Vermeidung des Schulter – Hand – Syndroms (CRPS Type I)
  • Eigentraining mit intermittierender Supervision  (Schwerpunkt Heimprogramme)
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Dauer:       3 Tage   Zielgruppe:
Ergotherapeuten, Physiotherapeuten, Logopäden, Pflegekräfte sowie andere medizinische Berufsgruppen
Information über Funktionstests für Arm-Hand-Aktivitäten:
Ergotherapiezeitung
© 2013 by H. Menne